04 | 2021 – Westsächsische Hochschule Zwickau bestellt Dr. Gösta Mattausch als Honorarprofessor

Dresden / 11. Juni 2021

Dr. Gösta Mattausch wurde am 4. Juni 2021 an der Westsächsischen Hochschule Zwickau (WHZ) feierlich zum Honorarprofessor für Elektronenstrahltechnik bestellt.

Dr. Gösta Mattausch ist Leiter des Geschäftsfeldes „Entwicklung von Elektronenstrahl-Systemen und -Technologien“ am Fraunhofer-Institut für Organische Elektronik, Elektronenstrahl- und Plasmatechnik FEP in Dresden. Seit vielen Jahren bereits bestehen enge Kooperationen zwischen unterschiedlichen Fraunhofer-Instituten und der WHZ. Die Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer FEP reicht sogar bis in die 1990-er Jahre zurück. Als Forschungsinstitutionen mit Schwerpunkt auf dem Gebiet der angewandten Forschung sind die Fraunhofer-Institute herausragende Anlaufpunkte sowohl für die Studierenden der WHZ als auch für die gemeinsame Bearbeitung von Forschungsthemen der Hochschullehrer.

„Mit der Bestellung von Dr. Gösta Mattausch wird diese fruchtbare Zusammenarbeit weiter ausgebaut und intensiviert“, freut sich Laudator und Physik-Professor Dr. Stefan Braun über den neuen Honorarprofessor, der zu seiner Bestellung feierlich in der Fakultät Physikalische Technik/Informatik gewürdigt wurde.

Bereits langjährige Zusammenarbeit bei Forschung und Lehre

Seit dem Jahr 2011 ist Dr. Gösta Mattausch in der Lehre für die WHZ aktiv. Derzeit bietet er im Modul „Herstellung und Eigenschaften von Nanostrukturen und Nanoschichten“ des Master-Studiengangs „Nanotechnologie“ Lehrveranstaltungen zum Thema „Elektronenstrahl- und Plasmatechnik für die Nanotechnologie“ und ein Komplexpraktikum an den Labor- und Pilotanlagen des Fraunhofer FEP in Dresden an. Nicht nur davon profitieren aktuelle und künftige Studierende. Aus der engen Zusammenarbeit erwuchsen zahlreiche Bachelor- und Masterarbeiten, die in Kooperation zwischen Fraunhofer FEP und WHZ durchgeführt wurden.

„Es ist wirklich eine Freude, mit den exzellent ausgebildeten Studierenden, aber auch mit meinen hochmotivierten Kollegen an der WHZ arbeiten zu dürfen“, begründet der neue Honorarprofessor sein langjähriges Engagement.

Kooperation mit interdisziplinärem Nutzen

Die Forschungsarbeiten in dem von Dr. Gösta Mattausch am Fraunhofer FEP vertretenen Geschäftsfeld befassen sich mit dem Einsatz von Elektronenstrahlen hoher Leistung für breitgefächerte Anwendungen in Forschung und Produktion. Es handelt sich hierbei um die Entwicklung thermischer, chemischer und biologischer Prozesse, aber auch spezieller Elektronenstrahl- und Plasmaquellen oder kundenspezifischer Systemlösungen. Eine wichtige Rolle spielt auch die Nutzung von Sekundäreffekten wie Röntgenstrahlung oder Elektronenrückstreuung für die Bildgebung sowie zur Regelung und Qualitätssicherung technologischer Prozesse. Diese Kompetenzen fließen in die Bearbeitung vielfältiger Projekte ein, wovon die Mikrobearbeitung von Dünnschichten, die Randschichtveredelung sowie das Schweißen und die additive Fertigung von Bauteilen, die plasmaaktivierte Hochrate-Bedampfung, die Modifizierung von Kunststoffen, biotechnologische und medizinische Anwendungen, die Desinfektion von Saatgut und zunehmend Umwelttechnologien – wie die Reinigung von Abgasen und Abwasser – beispielhaft genannt seien. Damit ergibt sich eine hervorragende Synergie zwischen den vom Fraunhofer FEP und den von der WHZ vertretenen Lehr- und Forschungsthemen, mit Vorteilen für beide Institutionen und auch für ihre Partner in der Wirtschaft.

Aufgrund des vom Fraunhofer FEP abgedeckten Themenspektrums werden insbesondere die Studiengänge der Fakultät PTI „Physikalische Technik“, „Nanotechnologie“, „Umwelttechnik und Regenerative Energien“ sowie „Biomedizinische Technik“ von der Zusammenarbeit profitieren. Darüber hinaus werden beim Fraunhofer FEP aber auch zahlreiche Fragestellungen mit Bezug zu den Studiengängen „Elektrotechnik“ und „Maschinenbau“ bearbeitet, sodass sich auch hier wechselseitige Anknüpfungspunkte ergeben werden.