Fabian Schleyerbach gewinnt „coOLED“ - Designwettbewerb mit OLED vom Fraunhofer COMEDD

Dresden, /

Am 16. Oktober wurden die Gewinner des diesjährigen belektro-Wettbewerbs für Studierende im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung der „belektro“ (Berliner Fachmesse für Elektrotechnik, Elektronik und Licht) bekannt gegeben. Fabian Schleyerbach von der Fachakademie für Raum- und Objektdesign Cham konnte den Wettbewerb „coOLED“ mit seiner OLED-Tischleuchte für sich entscheiden.

Er verwendete für seinen Entwurf OLED (organische Leuchtdioden) des Fraunhofer COMEDD, die unter dem Namen TABOLA® z.B. als transparente OLED in Standardgrößen als Muster verfügbar sind.

Fabian Schleyerbach über seinen Entschluss, eine OLED Tischleuchte zu entwerfen: “Die Idee  war es, eine Leuchte zu entwickeln, die regenerative, natürliche Materialien mit dem High-Tech-Leuchtmittel OLED auf traditionelle handwerkliche Art in einer reduzierten modernen Form verbindet. Durch diese Form ermögliche ich eine gute Arbeitsflächenausleuchtung und die OLED sind so bestmöglich in Szene gesetzt und spielen ihre Vorteile als extrem flache und blendungsfreie Lichtquelle bei direktem Blickkontakt gegenüber anderen Leuchtmitteln aus.“

Der dritte Ideenwettbewerb der Zeitschrift LICHT und der Messe Berlin stellte Studierende der Fachrichtungen Produkt-, Industrie- und Lighting Design, Architektur und Innenarchitektur sowie Lichttechnik vor die Aufgabe, eine mobile Lichtlösung mit OLED zu entwerfen, die auf die speziellen Parameter der OLED zugeschnitten ist. Gesucht wurden unverwechselbare Designs, die gleichzeitig Lichtobjekt und Funktionsleuchte darstellen und als »must have« für technik- und designorientierte Menschen funktionieren, sowie massentauglich sind.

Schleyerbachs Leuchte besteht aus einer Eichenleiste, vier TABOLA®-OLED sowie einem auf der Rückseite handvernähten Filzstreifen. Ein in ihrem Fuß integriertes Zinnelement sorgt für die nötige Stabilität zum Aufrichten der Eichenleiste via Segmentierung und dient als Touch-Dimmer.

Das Siegermodell sei eine gelungene Verbindung der innovativen OLED-Technologie mit traditionellen Materialien wie Holz und Filz – so die Jury. Britta Hölzemann von der Zeitschrift LICHT, Organisatorin des Wettbewerbs im Auftrag der Messe Berlin, führt weiter aus: „Der Entwurf steht ganz im Zeichen der Nachhaltigkeit: Verwendet wurden hauptsächlich nachwachsende Rohstoffe. Auch kommt der Entwurf ohne Klebeverbindungen aus, was das Recycling vereinfacht. Die Schlichtheit des Entwurfs unterstreicht die Ästhetik der OLED: Die Leuchte ist flach, schmal und rechteckig. In dieser Form könnte sie ohne großen Materialaufwand verpackt und versendet werden, was den Aspekt Nachhaltigkeit noch einmal unterstreicht. Die Formgebung ermöglicht einen universellen Einsatz: Die Leuchte lässt sich aufrichten, kann aber auch als liegend oder hängend eingesetzt werden.“

Natürlich freut sich auch Jan Hesse, OLED-Designer am Fraunhofer COMEDD und Sprecher der Jury: „Als begeisterter Anhänger der OLED-Technologie war es für mich eine große Freude zu sehen, wie professionell und fantasievoll sich die Studenten mit den vielfältigen Möglichkeiten der OLED auseinandergesetzt haben. Es sind großartige Entwürfe dabei herausgekommen. Besonders stolz bin ich, dass die Leuchte mit unseren TABOLAs® gewonnen hat. Ich gratuliere Fabian Schleyerbach von ganzem Herzen!“

Auch wenn er sich bei der Endabstimmung der Stimme enthalten hat, erklärt er, dass es sich die Jury nicht leicht machte, aus den zehn besten Entwürfen auszuwählen. Zum Wettbewerb meldeten sich bundesweit 121 Studierende aus neun Hochschulen an. Aus 87 Einreichungen wählte die hochkarätig besetzte Jury die zehn besten Entwürfe aus. Acht Studierende entschieden sich – unterstützt durch großzügige Materialsponsorings von Philips Lumiblade und Fraunhofer COMEDD – zum Modellbau.

Über Fabian Schleyerbach:

Fabian Schleyerbach hat nach Absolvierung seiner Schreinermeisterausbildung in Garmisch-Partenkirchen die Fachakademie für Raum- und Objektdesign besucht und ist seit August 2012 staatlich geprüfter Raum- und Objektdesigner. Trotz seiner einschlägigen Erfahrungen als Schreiner- bzw. Tischlermeister mit dem Werkstoff Holz ist Fabian Schleyerbach gegenüber anderen Materialien wie z.B. Stahl und Beton sehr aufgeschlossen, und diese sind in seinen Entwürfen häufig wiederzufinden. Eine reduzierte klare Formensprache und eine handwerklich perfekte Ausführung ist die Handschrift des Designers und Schreinermeisters aus der Oberpfalz. Auf die Frage, wie er sich die Zukunft vorstellt, antwortet er: „Für die Leuchte wünsche ich mir, diese selbst oder auch mit einem Leuchten-Hersteller zusammen auf den Markt bringen zu können. Beruflich würde ich gern meine Fähigkeiten und mein Wissen in ein Team miteinbringen um Produkte zu gestalten.“

Über den Designpreis der belektro:

Der dritte Ideenwettbewerb der Zeitschrift LICHT und der Messe Berlin stellte Studierende der Fachrichtungen Produkt-, Industrie- und Lighting Design, Architektur und Innenarchitektur sowie Lichttechnik vor die Aufgabe, eine mobile Lichtlösung mit OLEDs zu entwerfen, die auf die speziellen Parameter der OLED zugeschnitten ist. Gesucht wurden unverwechselbare Designs, die gleichzeitig Lichtobjekt und Funktionsleuchte sind,  als »must have« für technik- und designorientierte Menschen funktionieren und massentauglich sind. Die Jury unter Leitung von Sprecher Jan Hesse vom Fraunhofer COMEDD besteht weiterhin aus Gisela Cakir - Ergonomic Institut für Arbeit- und Sozialforschung; Regina Welk - Zeitschrift LICHT, dem IDZ Berlin vertreten durch Ingrid Krauss, den Professoren Falk Höhn aus Hannover/Stralsund, Peter von Maydell aus Bremen, dem Berliner Designer André Baschlakow, Landesinnungsmeister der Elektroinnungen Berlin-Brandenburg Carsten Joschko, sowie Rayko Piwarz vom Berliner Lichthaus Piwarz Licht. Sie lobte die hohe Qualität der eingereichten Ideen. Die Sieger des Wettbewerbs dürfen mit Preisgeldern in Höhe von insgesamt 3.250 € rechnen, die von der Messe Berlin und zwei weiteren Unternehmen zur Verfügung gestellt werden.

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