Farb-steuerbare OLED

Dresden, /

Fraunhofer COMEDD stellt erstmals farb-steuerbare OLED auf der LOPE-C 2013 vor

Die OLED-Technologie ermöglicht die Herstellung ultradünner Flächenlichtquellen mit hoher Effizienz und sehr guter Lichtqualität auf starren wie auch auf flexiblen Substraten. Daraus ergeben sich viele neuartige Anwendungsmöglichkeiten. Ziel des Fraunhofer COMEDD ist es, ein noch breiteres Spektrum an Einsatzmöglichkeiten für OLED-Flächenlichtquellen zu bieten. Nun ist es den Forschern am Fraunhofer COMEDD gelungen, eine “farb-steuerbare OLED” zu entwickeln, die auf er LOPE-C 2013 in München erstmals vorgestellt wird.

Das Grundprinzip dieser Technologie besteht darin, einzeln ansteuerbare OLED - in-situ übereinander abzuscheiden. Eine laterale Strukturierung ist nicht erforderlich. Durch die Ansteuerung jeder einzelnen OLED kann so je nach Anzahl der Primär-OLED ein Farbwechsel realisiert werden. Ein stufenloses Mischen der Farben ist möglich. Je nach Anwendungsfall lassen sich Kombinationen von zwei oder drei Primärfarben realisieren. Fraunhofer COMEDD ist es gelungen, mithilfe verschiedener Prozesstechnologien die passende Schichtarchitektur zu entwickeln und die Schichtdicke der einzelnen OLED für eine angemessene Effizienz zu optimieren.

Diese Ergebnisse wurden innerhalb eines Fraunhofer-intern geförderten Projekts (600024) erzielt. Der Projektleiter Dr. Tae-Hyun Gil erwartet, dass mit dieser Entwicklung nun völlig neue Marktbereiche erschlossen werden können: „Für zahlreiche Anwendungen ist eine farblich stufenlos steuerbare OLED wünschenswert. So könnten beispielsweise Lichtverhältnisse jeder Tageszeit nachgebildet werden: ein hoher Blauanteil am Morgen, weiß am Mittag und gegen Abend mehr rötliche oder gelbliche Farbtöne. Darüber hinaus arbeitet Fraunhofer COMEDD an der Integration weiterer Funktionen in die OLED, um damit weitere Marktsegmente und –nischen zu erreichen, in denen OLED zum Einsatz kommen. Dabei kann besonders auf kundenspezifische Wünsche bei der Entwicklung und Umsetzung neuer Technologien eingegangen werden.“

Letzte Änderung: