Plastic Electronics 2010

Dresden, / 15.10.2010

TABOLA OLED Lichttafeln
TABOLA OLED Lichttafeln.

19. - 21. Oktober 2010 in Dresden

OES-Gemeinschaftsstand, Halle 2

Organische Materialien ermöglichen vielfältige neue Bauelemente der Informationstechnik. Displays auf Basis organischer Leuchtdioden (OLED) sind bereits im Markt etabliert. Weitere Anwendungen sind unter anderem OLED-Beleuchtungslösungen und Beschilderungen, Organische Solarzellen oder Speicher, sowie OLED-basierte Mikrodisplays und Sensorik-Lösungen.

Das Fraunhofer Institut für Photonische Mikrosysteme IPMS präsentiert auf der Plastic Electronics 2010 erstmals:

TABOLA® – OLED Lichttafeln in Standardformaten

Das Fraunhofer IPMS stellt mit COMEDD seit einigen Jahren Technologien und Fertigungsanlagen zur Entwicklung kundenspezifischer OLEDs zur Verfügung. Zur Evaluierung der neuen Technologien stellt das Institut die TABOLA® OLED Lichttafel-Reihe vor, die im ersten Quartal 2011 in Standardformaten lieferbar sein werden.

Die TABOLA® Lichttafeln sind zunächst in drei verschiedenen Formaten, einseitig emittierend oder transparent, sowie mit oder ohne Grid verfügbar. Die Standardfarbe der OLEDs ist weiß.

»Die TABOLA® OLED Lichttafeln in verschiedenen Formaten ermöglichen es potenziellen Kunden, erste Versuche mit dieser faszinierenden Technologie zu machen und daraus Leuchtelemente selbst aufzubauen.« erläutert Dr. Christian May, Leiter des Geschäftsfeldes »Lighting and Photovoltaics« des Institutsteiles COMEDD am Fraunhofer IPMS.

COMEDD bietet seinen Kunden sowohl die Entwicklung als auch die Fertigung kundenspezifischer OLED-Designs vom Unikat bis zu kleinen Pilotserien an.

Der OLED-Designer Jan Hesse war maßgeblich an der Entstehung der TABOLA® OLED beteiligt und ergänzt: »Das optionale lianenartige Grid der Lichttafeln vereint technologische und ästhetische Anforderungen an die OLED-Beleuchtung und unterstreicht gleichzeitig den umweltfreundlichen Charakter der OLED-Technologie.«

Die OLED-Lichttafeln sind energieeffizient und enthalten keine Schwermetalle wie Quecksilber oder Blei. Zudem kann der Aufwand des Wärmemanagements gering gehalten werden, da die Wärme, welche in geringem Maße von der OLED erzeugt wird, sich auf der gesamten Fläche verteilt. Bei einer Helligkeit von 1000 cd/m² ist die Erwärmung bei einer Berührung kaum spürbar.

Die Entwicklung der TABOLA® OLED wurde durch verschiedene Projekte der Sächsischen Aufbaubank (SAB), des BMBF und durch EU-finanzierte Vorlaufforschung auf dem Gebiet der OLED-Technologie sowie in Zusammenarbeit mit den Industrie- und Wissenschaftspartnern des Fraunhofer IPMS ermöglicht.

Die zur Plastic Electronics 2010 vorgestellte TABOLA® OLED-Reihe umfasst folgende Formate:

TABOLA 37: 35 x 75 mm²
TABOLA 77(G): 75 x 75 mm²
TABOLA 157(G): 150 x 75 mm²

Fraunhofer IPMS und COMEDD

Dresden hat sich in den letzten Jahren zu einem Zentrum der Forschung für organischen Materialien und Systeme entwickelt. Um die Ergebnisse in die Produktion zu überführen, ist eine weitere Optimierung der Fertigungsprozesse und die Etablierung und Erprobung erster Pilot-Fertigungsanlagen notwendig. Am Fraunhofer Institut für Photonische Mikrosysteme IPMS wurde deshalb ein Center for Organic Materials and Electronic Devices Dresden (COMEDD) gegründet. Das COMEDD – mittlerweile ein eigener Institutsteil des Fraunhofer IPMS – kombiniert Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten zur Herstellung, Integration und Technologieentwicklung von organischen elektronischen Bauelementen. Die Mission von COMEDD ist die kunden- und anwendungsspezifische Forschung, Entwicklung und Pilotfertigung von neuartigen Bausteinkonzepten und Herstellungsmethoden für im Vakuum abscheidbare organische Materialien. Das Ziel der Einrichtung ist letztlich, ein in Europa führendes fertigungsnahes Forschungs- und Entwicklungszentrum für organische Halbleiter mit einer thematischen Fokussierung auf organische Leuchtdioden und Vakuumtechnologie darzustellen. Die COMEDD-Infrastruktur besteht aus verschiedenen Prozesslinien, die in einem 900 m² großen Reinraum der Reinraumklasse 10 eingebaut wurden:

  • Pilotlinie für die Herstellung von OLEDs auf 370 x 470 mm² großen Substraten
  • Pilotlinie für die Herstellung von Solarzellen und Modulen auf 200 x 200 mm² Substraten
  • Pilotlinie für 150 mm und 200 mm Wafer für die OLED-Integration auf CMOS Substraten
  • Pilotlinie für eine Rolle-zu-Rolle-Fertigung auf flexiblen Substraten

Das Zentrum bietet Forschungs-, Entwicklungs- und Pilotfertigungsmöglichkeiten insbesondere für die folgenden Anwendungsbereiche:

  • OLED Beleuchtung und Beschilderung
  • OLED auf CMOS Integration
  • Organische Solarzellen und -module