Flexible Organische Elektronik

Projekt "MOLOKO"#

© ronstik / shutterstock, Montage: Fraunhofer FEP

Die Kombination von Lichtquellen und Lichtdetektoren auf einem kompakten Modul ermöglicht die Durchführung von Reflexions- oder Photolumineszenz-Messungen für Analytikanwendungen. Mit Hilfe der organischen Elektronik lassen sich Photodioden und Leuchtdioden kostengünstig auf einfachen Glassubstraten herstellen. Ein Beispiel für eine Analytikanwendung, die gegenwärtig im Rahmen des EU-Projektes MOLOKO (Multiplex phOtonic sensor for pLasmonic-based Online detection of contaminants in milK) untersucht wird, ist die Analyse von Qualitätsmerkmalen und Schadstoffen in Milch. Dazu wird der Chip mit einem nanostrukturierten plasmonischen Gitter kombiniert, das mit spezifischen Antikörpern versehen ist. Die zu testende Milch wird über ein mikrofluidisches System über den Chip geführt. Mit der OLED-OPD Plattform wird die Änderung der Reflektivität des plasmonischen Gitters gemessen.

Das komplette System besteht aus einem mikrofluidischen, wiederverwendbaren Chip, organischen lichtemittierenden Transistoren (OLET) oder Dioden (OLED), organischen Photodetektoren (OPD) bzw. dem Sensor, einem nanostrukturierten plasmonischen Gitter und den spezifischen Antikörpern. Das Fraunhofer FEP entwickelt den organischen Photodetektor, das Fraunhofer ENAS den mikrofluidischen Chip. Der OLET und das photonische Gitter werden vom CNR-ISMN in Bologna bzw. von der Firma Plasmore Srl in Pavia (Italien) entwickelt.

Erste Ergebnisse aus der Entwicklungsarbeit des optoplasmonischen Chips wurden auf der CES 2020 in Las Vegas präsentiert.

Förderhinweis#

Gefördert durch das Horizon 2020 Forschungs- und Innovationsprogramm der Europäischen Union.

Förderkennzeichen: 780839